going offline
Heute habe ich einen Spaziergang gemacht.
Nachdem ich die ersten Meter durch die Sonne gelaufen bin, wurde mir plötzlich sehr unwohl. Der Grund dafür war, dass ich in diesem Moment festgestellt habe, dass mein Handy noch zu Hause liegt.
Für die meisten Leute ist das sicher nichts spannendes. Aber für jemanden, dessen Mobiltelefon an “seiner Hand festgewachsen” ist, kommt es – um beim Thema zu bleiben – einer Amputation gleich.
Was dann aber passiert ist, hat mich ein wenig nachdenklich gemacht.
Dem kurzen Moment des Unwohlseins über das vergessene Telefon und dem Wissen, dass ich es nicht holen werde, folgte direkt ein Gefühl einer innerlichen Entspannung und Freiheit. Klingt komisch – ist aber so. Und ich stelle zusatzlich fest, dass ich dieses Gefühl vermisse und eigentlich viel (viel) öfter benötige, als es derzeit der Fall ist.
Kann es wirklich sein, dass mich mein Telefon unter Druck setzt? …
Ein bisschen schwer zu glauben. Aber damit ich dieses wunderbare Hochgefühl in meiner kommenden Urlaubswoche beibehalte, habe ich beschlossen, der psychischen Techniksklaverei entgegenzuwirken und eine “offline Woche” zu machen.
Im Detail sieht das wie folgt aus:
- Blackberry durch ein fünf Jahre altes Motorola Klapphandy ersetzt
- E-Mails ein mal am Tag lesen
- kein Instant Messaging
- kein Social Network
Das Ganze geht bis zum kommenden Freitag.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich es durchhalten werde oder was das Ergebnis sein wird.
Aber ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Anfangen!
Ich bin ein großer Fan von Blogs.
Dabei geht es hauptsächlich um Kreativität und persönliche Entwicklung.
Jeden Tag lese ich eine Vielzahl von guten Ideen und nützlichen Tipps, wie ich mich, meine Arbeit oder mein Leben einfacher, effektiver oder schöner gestalten kann. Bei dem Lesen dieser Artikel stellt sich bei mir sehr häufig der Aha-Effekt ein und ich habe plötzlich den Eindruck, alles glasklar vor mir zu sehen.
Der Aha-Effekt selbst wirkt dabei wie eine kleine Droge, mit der man sich sehr gut von Tag zu Tag “hangeln” kann – stehts in großer Erwartungshaltung, welcher der kommenden Artikel erneut die Endorphine sprudeln lässt. So lese ich mich von Tag zu Tag durch bis zu 30 Artikel – immer wieder voller Tatendrang und mit dem Gefühl, etwas neues und mitunter wertvolles gelernt zu haben.
Aber genau an dieser Stelle gibt es ein Problem. Das Lesen und die (kurzweilie) Euphorie des Aha-Effekts reichen leider nicht. Bei diesem Überangebot an guten Ansätzen und Tipps kann man leicht den wichtigsten aller Punkte vergessen: das Anfangen.
Trotz aller guten Vorsätze neigen wir oft dazu, auf einen externen Auslöser zu warten, der uns “den entscheidenen Ruck” gibt und der die Veränderung einläutet. Wir sind fest entschlossen, diesen aufzugreifen, um darauf aufbauend alles neu zu machen.
Aber sind wir mal ehrlich: Das wird nicht passieren.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, selbst Initiative zu ergreifen. Wenn man das erst einmal erkannt hat, heist es nur noch ANFANGEN. Dann merken wir sehr schnell, wie viel Einfluß WIR auf unser Leben haben.
750 words
750 Words oder Braindump ist das neue Projekt welches ich ab heute (experimentell) angehen will.
Es handelt sich hierbei um eine radikalere Form des Brainstormings. Das Prinzip ist ganz einfach:
Gleich nach dem Aufstehen setzt du dich vor deinen Rechner oder deinen Block und schreibst drei A4-Seiten voll. Wichtig: Es gibt keine Regeln für den Inhalt. Du kannst einfach drauf los schreiben – was auch immer dir gerade einfällt.
Hierbei werden die Gedanken praktisch einmal vollständig entleert. Das hat zum einen den Vorteil, mal alles losgeworden zu sein, wodurch man mit einem klareren Kopf in den Tag startet und zum anderen lernt man sich selbst durch das Lesen der eigenen Gedanken besser kennen, sofern man seinen (virtuellen) Zettel wirklich ehrlich und ungefiltert vollgeschrieben hat.
Die Zahl 750 (Wörter) stammt von der Annahme, dass man ca. diese Anzahl an Wörtern benötigt, um drei A4-Seiten voll zu schreiben.
Letztendlich handelt es sich hierbei um eine andere Form des Tagebuchs. Beide Methoden haben das Ziel, Dinge loszulassen die einen beschäftigen.
Auch wenn ich es nie geglaubt hätte: Es funktioniert!
Heute habe ich zwar “nur” um die 600 Worte geschrieben – aber ich bin zuversichtlich!
Vielen Dank für die Idee an Christian Mueller.
30-60-90
Wie einige von euch wissen, suche ich derzeit einen neuen Job. Damit das ganz nicht planlos verläuft, halte ich mich an den 30-60-90 Plan von Karrierebibel.de. Zusammengefasst kümmert man sich in der ersten Phase (30 Tage) ausschliefllich um sich. Man analysiert sich gründlich: Stärken, Ziele, fünf Jahresplan und aktualisiert seine Unterlagen.
In der zweiten Phase (30 Tage) sollte man so weit sein, dass man weifl was man kann, wie dies einzusetzen ist und was man will. Jetzt heißt es: alle Kanäle (Bewerbungen, Online-Netzwerke) nutzen um sich bei den Unternehmen ins Spiel zu bringen und sich als qualifizierte Fachkraft zu positionieren.
Während der finalen dritten Phase (30 Tage) optimiert man das alles noch ein bisschen. Analysiert evtuelle Rückschläge und versucht es künftig besser zu machen. Zusätzlich baut man seinen Suchradius weiter aus, probiert indirekte Wege (über Freunde von Freunden von Freunden).
Derzeit befinde ich mich – Überraschung – in der Phase 1.
Obwohl gegen eine gute Eigenanalyse nichts einzuwänden ist, geht nichts über eine gesunde Einschätzung von außen. Daher möchte ich euch einmal bitten, eine Fähigkeit oder Charaktereigenschaft zu nennen, die zu mir passt. Dabei könnt ihr durchaus kreative sein. Auch weniger positive Eigenschaften sind willkommen. Diese zu kennen (oder mal gesagt zu bekommen) ist auch nicht schlecht. Aus euren Kommentaren und meiner Eigenanalyse werde ich dann mein Kompetenzprofil zusammenstellen, welches mich treffend beschreiben soll.
Ich danke euch schon im Vorfeld viele Male!
Nomophobie
“Nomophobia is the fear of being out of mobile phone contact.”
Daran leide ich ausdrücklich nicht – und ich bin stolz darauf!
Fortschritt?
Heute sind genau 14 Tage vergangen. Nachdem die erste Woche ziemlich vielversprechen ausgesehen hat, stagnierte das Ganze in der Zweiten. Ich stelle fest, dass ich, im Gegensatz zu früher, nicht mehr so einfach in der Lage bin, solche Sachen durchzuziehen. Derzeit bin ich aber noch tapfer! Spannend ist das alles nicht. Und: Auch wenn man eine bestimmte Sache gerne isst: Nach 14 Tage hängt sie einem zum Hals raus. Just 3 weeks to go…
Stand: -2,4kg
Happy New Year 2011
… aus Lissabon!
Fame!
Ob ihr’s glaub oder nicht: Ich hatte meine ersten kleinen Fernsehauftritt. Ausgestrahlt wurde der Beitrag irgendwann Mitte Dezember. Pünklich zum Weihnachtsgeschäft ging es hierbei um Tablet-Pcs. Ratgeber__Hightech_10.12.11_08-35_ntv_Tablets
Architekten
Wenn es um unsere Gefühlswelt geht, sind wir kreativer als an allen anderen Stellen unseres Lebens. Wir verstehen es meisterlich, ein unsichtbares Schloss um uns herum zu erreichten, worüber wir steuern können, in wie weit wir andere Personen in unsere kleine Welt lassen. Es beginnt mit kleinen Hecken, über die jeder hinüber schauen kann; mit Toren, die nur diejenigen durchschreiten, die wissen möchten, was sich dahinter verbirgt; nach einem langen Spaziergang durch das Anwesen gelangt man dann an den Schlossgraben, den nur noch die wenigsten überqueren.
Während sich Architekten einen jahrelangen Anspruch auf die Unveränderlichkeit ihrer Arbeit sichern können, dürfen wir uns dieses Recht auf Lebenszeit vorbehalten. Und obwohl wir uns machmal nach einer Restaurierung oder sogar nach einer vollständigen Umstrukturierung unseres kleines Schlosses sehnen, bekommen wir plötzlich Angst, wenn jemand bis hierher vorgedrungen ist und an die Mauern klopft.
